Thomas Stadler

2018Seit den 1980er-Jahren schafft Thomas Stadler an seinem solitären bildhauerischen Werk. Archaische Formen markieren das Frühwerk mit dem er die Anerkennung und Förderung des Kulturvereins Uri erlangte. (1983/88 Förderungspreise) In der Linzerstudienzeit bricht das Konzept der Kernplastik auf. Stahl als neuer Werkstoff erweitert die Ausdrucksmöglichkeiten. Geschlossene und offene Formelemente aus Stahl treffen auf geformtes Holz. Parallel dazu entsteht ein Werkzyklus um die menschliche Figur im Spannungsfeld der Abstraktion . 1991 werden diese Arbeiten in der Ausstellung SKULPTUR INNERSCHWEIZ im Villettenpark in Cham gezeigt Im gleichen Jahr realisiert er die Chromstahl Plastik „Ring“ als Beitrag, der Kunst am Bau, der Kantonsschule Uri. Mit dieser Plastik konnte Stadler erstmals auf überzeugende Weise im Grossformat arbeiten. Mit der Arbeit „Hoorä machä; Hoorä steckä“ kämpfte er als politisch engagierter Künstler für die ökologisch gefährdete, der allgemeinsten Lebensgrundlagen verlustig gehende Alpenregion in Uri. Als Kunstaktion 1996 wird das „Hoorä“ in Bern auf dem Bundeshausplatz den Medien präsentiert und als Geschenk der Alpenschutzinitiative übergeben. Nach der Übersiedelung in den Thurgau und der Geburt der zwei Söhne folgt eine Pause in der Ausstellungsaktivität. Während dieser 1990er-Jahre arbeitet Stadler ohne festen Werkplatz unter freiem Himmel im Güttinger Wald. Mehrere überlebensgrosse Skulpturen zum Thema Familie markieren den Weg dieser Schaffensphase. Ab 2000 entstehen raumgreifende „Stammzeichen“. Es sind kubisch, geometrisch inspirierte Bewegungsstrukturen, mit runenhaftem Charakter. Er fasst die urtümliche Kraft dieser Zeichen und gestaltet sie im Kräftespiel der Proportionen zwischen Leervolumen und Holzmasse. Je nach Standort und Beleuchtung bieten sich für den Betrachter neue Körper-Raumkonstellationen. Um diesem Wahrnehmungsspiel noch mehr Dynamik und Herausforder- ung zu bieten, lässt der Künstler bei einzelnen Werken verschiedene Standflächen gelten. Eiche und Ulme sind die bevorzugten Hölzer, deren sperrige Härte sich in den bioenergetischen Wachstumsstrukturen ablesen lässt und als geschliffene Oberflächen visuelle und haptische Reize stimulieren. Mit dem Abtragen der Kanten und dem Aufgeben der modularen Balkenbewegungen öffnet sich Stadler einer am Organischen inspirierten Formenwelt. Erweitert wird dieser am Gewachsenen geschuldete Formimpuls durch die Bildsprache der Erosion. .
20181955 Geboren in Seedorf URI.
20181980/81 Kunstgewerbeschule in Zürich
20181984-88 Studium in der Meisterklasse Bildhauerei an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz Diplomabschluss Magister Artes
20181989-91 Atelierarbeiten Dachlissen (ZH)
20181991 Übersiedlung in den Thurgau
11.09.2013Aktuelle Arbeiten, Galerie Kunst im West Zürich, Schweiz
02.11.2011Art-Herisau, Herisau, Schweiz
12.05.2010ein-aus-ab-schnitt/längs-quer-schnitt, Schloss APro Sedorf UR, CH
05.09.2007Stammzeichen, Altdorf, CH
20.04.2007Stammzeichen, Galerie Kunst im West Zürich, Schweiz
19.11.2005Kunstbegegnung, Sommeri, CH
06.01.1992Unterwegs, Galerie Wengihof Zürich, CH
17.11.1991Unterwegs, Pfrundhaus Eschen FL, Fürstentum Lichtenstein
21.09.1991Unterwegs, Stadthaus Olten
23.06.1991Skulptur Innerschweiz, Villettepark Cham, Schweiz
02.12.1989Collagen Assemblagen Objekte , Baden, CH
12.08.1988STADTKUNST, Luzern, CH
1991Kunstband
URI Die Kunst- und Kulturlandschaft am Weg zum Gotthard
Karl Iten:
Gisler Druck Altdorf
Thomas Stadler


Kirchweg 16b
8580 Sommeri
Schweiz
Privat: 071 411 83 25
Atelier: 071 411 83 25

thstadler@bluewin.ch
http://www.kuenstlerarchiv.ch/thomasstadler
WIR Eiche 83x55x40, 2017
GESTE, 2016
NIMA, 2016
RES, 2014
Gura, Ulme; 96x34x27cm, 2010
led, Ulme; 93x50x25cm, 2010
Lischa, Eiche; 59x38x38cm , 2010
Schräg 1, Eiche; 46x24x33cm, 2010
Polipos 1, Ulme; 56x56x28cm , 2009
Wadiswa, Ulme 62x50x47cm, 2009
polipos 2, Ulme 50x50x28cm, 2009
Bel-Fi, Ulme; 80x57x29cm , 2005
RW90, Bronce; 36x36x36cm, 2004
Mutter-Kind, Bronceabguss 200x50x50cm, 2000
Hoorä machä, Hoorä steckä; Eiche 280x70x70cm, 1995
Ring, Chromstahl 330x170x110cm, 1991
Etymon, Stahl und Holz bemalt 75x40x25cm. 1987
Kopf, Guss 31x18x21cm, 1986
Kleiner Tatlin, 1986