„waterpots 1, 2, 3“, Triptychon aus 3 Video Loops (3 x 5 min.) auf LCD Screens
zeigen Szenen aus dem ehemaligen Schrebergarten Areal
(angrenzend ans Eisenwerk Frauenfeld).
Ausgangspunkt war „the paradise puzzle“, eine altertümliche Annahme, dass der Garten Eden nach dem Sündenfall zerbarst und sich in alle Winde verstreute.
Wir fanden 3 Wassertöpfe in denen sich alles spiegelt.
4 Erdschollen aus dem ehemaligen Schrebergarten Areal wurden kopfüber auf Holz- und Drahtgitter- Gestellen „gehegt“ & „gepflegt“.
Die Anspielung auf die „Hängenden Gärten von Babylon“ wollen wir nicht überbetonen, sondern die "Travois" der Amerikanischen Indianer als Vorlage ins Spiel bringen.
Im Hintergrund, Werkbank mit Betonobjekten (70 X 400cm).
Tisch mit Objekt-Installation, Arbeits-Werkzeug aus gegossenem Beton & Originale.
Auch unsere Arbeits- Materialien wurden eingebunden.
Wir beschlossen diesen Teil unsere Arbeit auf die Werkzeuge (Werkstücke oder Materialien im weitesten Sinne) zu reduzieren.
BARBARA FATZER, St. Galler Tagblatt, Freitag, 31. August 2007, Kultur:
frauenfeld. Einmal mehr wird der «neue shed» (Eisenwerk) zum Atelier, vom 2. September bis 20. Oktober 2007, für die Kunstschaffenden der Gruppe «videOst». Seit Anfang Juli arbeiten «videOst»-Kunstschaffende an «Seh(n)sucht: Paradies». Für die sechs Beteiligten Tom Lang, Renato Müller, Doris Naef, Jürg Schoop, Heidi Schöni und Karl Steffen (steffenschöni) bedeutet das aktuelle Projekt ein Wagnis, da sie sich sowohl örtlich als auch inhaltlich einzuschränken und damit zu konzentrieren versuchen: Die Arbeiten entstanden alle in der Shedhalle und widmen sich dem Paradiesischen. «Seh(n)sucht: Paradies» zeigt nicht nur unterschiedliche Aspekte zu einem weiten Themenfeld, sondern bedeutet vor allem auch einen spannenden künstlerischen Prozess, wo Reibung, Auseinandersetzung und Dialog ihren Teil zur Formfindung beitragen.
1994, als die künstlerische Arbeit mit neuen Medien noch ein teures und aufwendiges Unterfangen bedeutete, schlossen sich Ostschweizer KünstlerInnen aus den Bereichen Fotografie, Film, Literatur und Musik zur Gruppe «videOst» zusammen. Die Vereinigung will ein Netzwerk für Video- und Performancekunst aufbauen und Vermittlungsarbeit leisten, aber auch Kunstschaffenden ganz praktische Unterstützung bieten, indem sie Technik und Know-how zur Verfügung stellt. Nicht eine bestimmte künstlerische Idee verbindet die Gruppe, sondern ihr Interesse an neuen Ausdrucksmöglichkeiten der modernen Technik.