alexandra maurer führt das thema malerei, film, animation und musik zusammen. ihre bilder sind bewegte malereien. die verknüpfung von tradition und technik erlauben neuartige seherlebnisse. gemalte bildserien von bewegungsabläufen sowie mit der kamera aufgenommene einzelbilder ergeben einen film mit genau bestimmten wiedergabegeschwindigkeiten.
alexandra maurer spricht von «peinture animée». im projektraum exex zeigt sie die arbeit «muro»: zwei animationsfilme aus je 70 einzelbilder sind digitalisiert und computergesteuert. mann und frau kämpfen allein im raum, getrennt von einer unsichtbaren mauer, die sowohl hindernis und isolation als auch schutz bedeutet. die symbolisch aufgeladenen szenen handeln vom kampf der geschlechter, der verausgabung, der schwierigkeit in der kommunikation. der akustische teil besteht aus den geräuschen der tanzenden, kämpfenden körper, dem aufprallen, stöhnen, schnaufen, sowie den geräuschen des pinselstrichs. die tonspur ist in zusammenarbeit mit dem komponisten daniel zea entstanden.
(in: www.visarteost.ch/projekte/ex05_maurer.html)
«Zwei Menschen kämpfen isoliert gegen die sie trennende Mauer. Oder tanzen sie? Bedeutet die Mauer Schutz oder Gefängnis? Insgesamt 140 Bilder und einzeln zugeordnete Soundsequenzen verdichtete Alexandra Maurer in «muro» zu einer Videoinstallation, die einen ergreifenden Einblick in menschliches Verhalten öffnet. Steuerungsmotor der Bildchoreografie ist ein Zufallsgenerator. Es geht um Themen wie Einsamkeit, Gewalt, Verletzung, Verausgabung, Verzweiflung, Wahn in einem ebenso individuellen wie weltlastigen Ausmass.
Alexandra Maurer führt in ihren Arbeiten die Medien Malerei, Film, Animation, Musik, Choreographie zusammen. Die Verknüpfung von Tradition und Technik in den «peinture animée» erlauben neuartige Seherlebnisse.»
(Ausstellungstext zu «Ostdiamanten»,exex-projektionsraum, St.Gallen, 2005)
Alexandra Maurer erarbeitet in einer Videoinstallation «Muro» (Mauer) die Themen Einsamkeit, Verzweiflung und Gewalt. Eine Frau und ein Mann gefangen im Raum, im Screen, versuchen die Trennung des Bildes zu durchstossen. Jeder kämpft auf seiner Seite gegen die Mauer, gegen sein Gegenüber. Faustschlag folgt auf Faustschlag. Sie fällt hin, rafft sich wieder auf, wird wie von unsichtbaren Mächten gestossen. Er schlägt wild um sich, gerät in Panik, attackiert von neuem. Die Wand trennt sie voneinander, was beide zum Wahnsinn treibt. Die Verzweiflung wird durch bildnerische Bearbeitung gesteigert, indem expressiv gemalte Bildsequenzen und Videostills die Videosequenzen ergänzen. Jedes Bild ist einer Soundsequenz zugeordnet und wird nach dem Zufallsprinzip montiert. Dem Betrachter zeigt sich nie die gleiche
Bildabfolge, was die auswegslose Situation noch steigert.
(Pressetext creatTVtyaward2005)
installation von "muro" im exex-projektionsraum, St.Gallen
in Ausstellung"Ostdiamanten"